Interessenverband für Unfallverletzte Saarpfalz, Gemeinnütziger e.V.
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Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Klinik Saarlouis: Behandlung von Schwerverletzten in enger Kooperation mit der Klinik für Neurochirurgie der Universitätskliniken des Saarlandes in Homburg

Saarlouis. Jeder Schwerverletzte soll in die Klinik gebracht werden, in der seine Verletzungen optimal behandelt werden können. „Deshalb vernetzen sich Kliniken im Saarland, in der Westpfalz, in Luxemburg und möglicherweise auch in Lothringen und gründen ein Traumanetzwerk", so Dr. Michael Weber, der Leiter der Unfallchirurgie der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Marienhaus Klinikums St. Elisabeth Klinik Saarlouis. Um Mitglied im Traumanetzwerk zu werden, müssen sich die Kliniken zertifizieren lassen. „Wir bereiten derzeit die Zertifizierung zum regionalen Traumazentrum vor", berichtet Dr. Weber, „das entspricht der Größe unseres Hauses." Kleinere Krankenhäuser können sich für die Basisversorgung Schwerverletzter zur Verfügung stellen und Universitätskliniken werden sich als überregionale Traumazentren zertifizieren lassen. Sie müssen dann alle Disziplinen vorweisen und Patienten mit Polytraumen (Mehrfachverletzungen) behandeln können.

 

Als regionales Traumazentrum, muss die St. Elisabeth Klinik bestimmte personelle und räumliche Voraussetzungen erfüllen. So ist beispielsweise eine Unfallchirurgische Abteilung und eine Intensivstation Voraussetzung. Darüber hinaus müssen die Operationssäle rund um die Uhr besetzt sein. Um Patienten mit Schädel-Hirn-Verletzungen optimal versorgen zu können hat die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Marienhaus Klinikums St. Elisabeth Klinik eine Kooperationsvereinbarung mit der Neurochirurgischen Klinik der Universitätskliniken des Saarlandes in Homburg geschlossen. Die Saarlouiser Ärzte wenden sich direkt an einen Arzt der Homburger Neurochirurgie, wenn ein schwerverletzter Patient in die Marienhaus Klinik eingeliefert wird und möglicherweise neurochirurgisch betreut werden muss. Die Röntgenbilder, die in Saarlouis angefertigt wurden, werden via EDV an die Homburger Kollegen weitergeleitet, die sie ebenfalls befunden. Gemeinsam wird überlegt, wie der Patient weiter behandelt wird. „Dabei haben wir drei Handlungsmöglichkeiten: Entweder behandeln wir den Patienten notfallmäßig in Saarlouis und verlegen ihn anschließend nach Homburg zur weiteren Behandlung, oder er wird zur Beobachtung auf unserer Intensivstation aufgenommen oder sofort nach Homburg verlegt", so Dr. Weber. „So stellen wir sicher, dass die Schwerverletzten möglichst schnell die Behandlung erhalten, die sie brauchen."

 

Trotz bester Behandlung in der Klinik und anschließender Rehabilitation bleiben nach schweren Verletzungen leider immer wieder Behinderungen bei den Patienten zurück, mit denen sie zu leben lernen müssen. „Da können wir als Ärzte nicht mehr weiter helfen", bedauert Dr. Weber. Diese Lücke zu schließen, hat sich der Interessenverband für Unfallverletzte in Deutschland – Gemeinnütziger e.V. im Saar-Pfalz Kreis (IVU) zur Aufgabe gemacht. Die Initiative bietet Unfallopfern, die Behinderungen zurückbehalten haben, Hilfe an, zum Beispiel bei der gesellschaftlichen und beruflichen Wiedereingliederung, bei Problemen mit der Unfallversicherung, der Berufsgenossenschaft, bei möglichen Schadenersatzansprüchen. Das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Klinik informiert in den kommenden zwei Wochen mit Infowänden im Foyer speziell über die Angebote des Interessenverbandes für Unfallverletzter in Deutschland. „Wir unterstützen die Arbeit dieser Organisation, denn es ist uns ein großes Anliegen, dass die Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt bei uns und der anschließenden Reha nicht allein mit ihren Problemen dastehen", betont Dr. Weber.

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